Bioinformatik Blog


“Prologna”

Hier war lange nichts mehr zu lesen. Das ist einerseits Schade, aber auf der anderen Seite ist es ja auch in gewisser Weise ein Indikator, dass die studiumsbedingten Probleme sich momentan zumindest in Grenzen halten. Ich möchte dennoch mal einen kleinen Hinweis hier lassen:

Im UniSPIEGEL steht heute ein Artikel von Tilman Brück, in dem er zu erklären versucht, warum er persönlich “Prologna”, also für den Bologna-Prozess, ist.

Bei den Visionen und Chancen deckt er wieder fast alles ab, was man in den letzten Jahren ohnehin schon unzählige Male gehört hat. Bei den existierenden Problem hält er dafür leider sehr zurück und kratzt nur an der Oberfläche. Wiedermal bekommt man das Gefühl, dass die wirklich relevanten Probleme, die die ganze Aktion hervorbringt, gar nicht “nach oben” durchdringen, sondern irgendwo ziemlich weit unten in der Macht-Hierarchie des deutschen Bildungssystems erstickt werden.

Immerhin kommt er aber auf die Akkreditierung der Studiengänge zu sprechen und erwähnt deren Sinnlosigkeit, wenn man sich das “big picture” anschaut, das hinter der Bologna-Reform steckt.

Prüfungsanmeldung WS 2009/2010


In den vergangenen Tagen gab es viel Irrungen und Wirrungen im Bezug auf das ominöse neue QIS-System zur Prüfungsanmeldung. Heute habe ich mich bei Frau Weber erkundigt und sie hat mich informiert, dass das QIS-System nur für Bachelor und Master im ersten Semester von Bedeutung ist. Master im dritten Semester melden sich wie bisher mit dem Papier-Formular an. (Link siehe unten.)

Die Anmeldefrist wurde dieses Semester deutlich verlängert und das Formular muss erst bis zum 1. Dezember eingereicht werden.

Informationsveranstaltung WS09/10


Update: Die Veranstaltung fällt aufgrund von “technischen Gründen” leider aus. (Ob lediglich die QIS-Live-Vorführung abgesagt wurde oder jetzt die ganze Informationsveranstaltung ausfällt, ist nicht ganz klar.) Ein neuer Termin wird sobald er besteht auf der FSI-Mailliste bekanntgegeben.

Ein wichtiger Hinweis ging eben über die Mailliste, der alle Bachelor- und Masterstudenten betrifft. Da nicht alle die Maillist abonniert haben, packe ich das mal hier mit drauf:

Am 10. November findet um 17:35 Uhr im Hörsaal N5 auf der Morgenstelle eine Informationsveranstaltung mit Live-Demonstration des neuen QIS-Systems zur Prüfungsanmeldung statt.

Außerdem hat Prof. Lange eine Liste von Veranstaltungen veröffentlicht, die dieses Semester als Masterveranstaltung ausgeschrieben sind, aber auch von Bachelor-Studenten besucht werden dürfen:

  • Multimediatechnik-Praktikum
  • Vorlesung Drug Design 2
  • Seminar Computational Proteomics
  • Praktikum Integrative Bioinformatik
  • Praktikum Structure-Based Drug Design
  • Vorlesung Concurrent Programming
  • Vorlesung Datenbanksysteme II
  • Vorlesung Parametrisierte Algorithmen
  • Vorlesung Verifikation eingebetteter Systeme
  • Client/Server Praktikum
  • Seminar Eingebettete Systeme
  • Seminar Embedded Software Engineering
  • Programmieren mobiler eingebetteter Systeme: Praktikum

Master-Effekt: Nullrunde auf dem Arbeitsmarkt


In der letzten Zeit habe ich in Unterhaltungen öfters mal von einer Studie geredet, die die FH Düsseldorf veröffentlich hat. Inhalt sind die Ergebnisse einer Befragung verschiedener Unternehmen bezüglich der Einstellungskriterien für Bachelor- und Master-Absolventen. Natürlich kann man über die Anwendbarkeit der Ergebnisse auf die Bioinformatik diskutieren, aber ich finde die Ergebnisse auf jeden Fall erschreckend. Vor allem wenn man bedenkt, dass an der Uni die Meinung sehr vertreten ist ein Bachelor sei ohne anschließenden Master nichts wert.

Was mir wieder besonders ins Auge gestochen ist: Die meisten Unternehmen erwarten von ihren Bewerbern sehr viel Praxiserfahrung. Darauf ist das Studium momentan definitiv noch nicht ausgerichtet.

Etwas Schade ist, dass der Vergleich zu Diplom-Absolventen fehlt. Wobei sowieso jeder weiß wie das aussehen würde, oder?

Hier findet sich die Studie als PDF.

Hinweis zum Prüfungssekretariat

Wegen Krankheit ist unser Prüfungssekretariat voraussichtlich die nächsten 6 Wochen nicht besetzt. Die Vertretung übernimmt Frau Hutt. Man findet sie im Sand 13, Zi. B306. Ihre Sprechzeiten sind ein wenig anders als gewohnt:

  • Dienstag: 9.45 – 11.00 Uhr, 14.00 – 15.30 Uhr
  • Mittwoch: 9.45 – 11.00 Uhr
  • Donnerstag: 9.45 – 11.00 Uhr, 14.00 – 15.30 Uhr

Die Prüfungsanmeldungen müssen bis zum 15. Mai bei ihr abgegeben werden. Denkt auch an die Festlegung eures Schwerpunkts.

via Bioinfoblog (Jahrgang 2006) und WSI

Rückmeldung – Jetzt aber…

Mit leichter Verspätung in diesem Semester möchten wir euch mal wieder erinnern, dass die Rückmeldefrist am 15. Februar abläuft.
Ganz interessant ist, dass diesesmal die Möglichkeit (zumindest in BaWü) besteht sich von den Studiengebühren befreien zu lassen, sofern man zwei oder mehr Geschwister hat und diese nicht von den Studiengebühren befreit wurden.
Das benötigte Befreiungsformular findet ihr hier: Antragsformular 2009.
Abzugeben ist dieser Antrag bis spätestens vor Vorlesungsbeginn.
Weitere Informationen rund um die Studiengebühren findet ihr auf der offiziellen Universitätswebsite.

Lineare Optimierung mit Open Office


Im Rahmen der Vorlesung “Algorithmen & Komplexität I” beschäftigen wir uns gerade mit Linearen Programmen und ihrer Lösung mittels des Simplex-Algorithmus. Da dieses Thema von einiger Bedeutung ist und es sehr praktisch sein kann, wenn man eine Lösung kennt, um schnell an die Lösung eines LP zu kommen, will ich hier einmal zusammenfassen, wie man mittels Open Office Calc eine solche berechnen lassen kann:

Vorbereitung

Zuerst einmal muss man das Problem in einer für Open Office Calc lesbaren Variante in eine Tabelle eingeben. Als Beispiel nehme ich dieses (sinnlose, beispielhafte) LP:

max  5a +7b -6c +2d
s.t.  6a +8b <= 7
     -4c +9d <= 20
     a,b,c,d >= 0

Als Spreadsheet sieht das Ganze bei mir dann so aus:

LP als Open Office Spreadsheet

In der oberen Tabelle gibt man die Zielfunktion an. Dazu legt man zuerst einmal für jede Variable eine Zelle an (im Bild blau markiert). Jetzt braucht man eine Zelle, in der die Zielfunktion berechnet wird (im Bild rot umrahmt). Diese Berechnung muss natürlich mit Referenzen auf die Zellen erfolgen. Ich habe der Einfachheit halber noch die Koeffizienten aus der Zielfunktion in extra Zellen notiert (grüner Rahmen), so dass ich in der Zielfunktionszelle einfach aufsummieren kann. In der ersten Zelle im grünen Rahmen steht bspw.:

=B2*5

Und in der roten Zelle steht entsprechend nur:

=SUMME(C2:C5)

Wenn man lieber die Zielfunktion direkt eintragen will, würde das in unserem Beispielfall so aussehen:

=5*B2+7*B2-6*B4+2+B5

Der nächste Schritt ist nun die Eingabe der Nebenbedingungen. Es gibt dafür unterschiedliche Möglichkeiten, aber ich habe es jetzt mal übertrieben exakt notiert, damit es übersichtlich bleibt. Die Zellen in der gelb umrahmten Box enthalten die Bedingungen aus dem LP als Gleichung mit Referenzen auf die Zellen in der blauen Box. Die letzte Zeile enthält die erste Nebenbedingung und sieht so aus:

=(-4)*B4+9*B5

Der Teil rechts davon ist nicht so wichtig. Man kann das so machen, aber genauso gut kann man es sich auch schenken.

Der Solver

Nun ruft man über das Menü “Extras” den “Solver” auf. Es öffnet sich ein Dialog, den man wie folgt ausfüllen muss:

Solver-Dialog in Open Office

Als Ziel gibt man die Zelle mit dem Wert der Zielfunktion an (im Bild oben mit rotem Rahmen). In dem etwas seltsam betitelten Feld “Durch Zellenänderung” soll man die Zellen angeben, in denen die Variablen stehen. Man markiert also den Bereich, der im Bild oben blau umrahmt ist.

Etwas aufwändiger ist es nun, die Nebenbedingungen einzugeben, da man sie alle einzeln angeben muss. Man wählt “hinzufügen” und in dem kleinen Dialog kann man dann die Zelle auswählen, in der der Wert der Nebenbedingung berechnet wird. Dann kann man eine Relation auswählen und einen Wert eingeben (oder wie hier im Beispiel referenzieren).

Wenn es nötig ist, kann man jetzt unter “Optionen” noch einstellen, dass nur positive oder nur ganze Zahlen als Variablenbelegungen erlaubt sind.

Hinweis: Im neuen Open Office 3.0 sieht der Solver etwas anders aus. Funktionieren sollte er aber genauso.

Die Lösung

Ist alles fertig eingegeben, drückt man auf “Lösen” und bekommt (hoffentlich) eine Bestätigung, dass eine Lösung gefunden wurde. In meinem Fall sah das Spreadsheet dann so aus:

Gelöstes LP in Open Office

Open Office hat nun die Variablen so belegt, dass der Zielfunktions-Wert maximiert wird.

Wenn du dir nochmal mein Beispiel genauer anschauen willst, kannst du dir hier auch das Spreadsheet runterladen. Wenn du den Solver öffnest, ist es möglich durch einen Klick auf “Laden” meine Einstellungen aufzurufen.

Vorlesungs- und Prüfungsanmeldung


Es ist mal wieder Zeit für eine kleine Erinnerung: Bis spätestens 12. November müssen Bachelor- und Master-Studenten sich wie in den letzten Semestern auch verbindlich für alle Veranstaltungen anmelden, für die eine Prüfung abgelegt werden soll. Dazu benutzt man wie immer dieses Formular:

Für die Master-Studenten gilt außerdem zusätzlich, dass eine Anmeldung zur Masterprüfung (wie im 1. Bachelor-Semester für die Orientierungsprüfung) erfolgen muss. (Nachzulesen im offiziellen Aushang.) Das entsprechende Formular habe ich im Internet leider noch nicht gefunden, es liegt aber vor dem Prüfungssekretariat aus. Interessanterweise sieht es so aus, als ob man zu diesem Antrag wieder diverse Unterlagen wie Lebenslauf, Studienbuch, etc. beifügen soll. Diesbezüglich werde ich mich noch erkundigen und das dann hier ergänzen.

Update (31. Oktober):

Frau Weber hat mir eben bestätigt, dass für die Anmeldung die ersten vier der genannten Unterlagen nötig sind. Bis Ablauf der Frist müssen wir also folgende Unterlagen zu Frau Weber bringen:

  • Anmeldung der Modulprüfungen
  • Antrag auf Zulassung zur Masterprüfung
  • Lebenslauf
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Studienbuch
  • Zeugnis der Hochschulreife (Abitur) in unbeglaubigter Kopie

Verlängerung der Immatrikulationsfrist


Es wurde zwar hier in den Kommentaren schon von Markus erwähnt, aber da die Wahrscheinlichkeit doch recht groß ist, dass es jemand übersieht, hier nochmal der Hinweis:

Da die Immatrikulationsfrist sehr knapp ist und höchstwahrscheinlich bis dahin die Bachelorarbeiten nicht fertig bewertet sein werden, hat Herr Kaupp vom Studentensekretariat angekündigt, dass die Frist bis zum 31. Oktober verlängert wird, so dass wir uns bis dahin mit dem fertigen Bachelorzeugnis ummelden bzw. immatrikulieren können. Bleibt natürlich trotzdem noch zu beobachten, wie es mit den Bachelorzeugnissen vorangeht. :)

Update (01. Oktober):

Ich hatte noch vergessen zu erwähnen, dass Herr Kaupp darum gebeten hat, dass wir uns einzeln bei ihm melden, wenn wir von dieser Verlängerung Gebrauch machen wollen.

Immatrikulation nur per Umweg


Vor einigen Wochen habe ich einen Beitrag darüber geschrieben, dass wir am Ende des Semesters von alleine exmatrikuliert werden. Heute habe ich dazu jedoch neue Informationen:

Heute habe ich erfahren, dass scheinbar niemand damit rechnet, dass rechtzeitig zur Immatrikulationsfrist die Bachelorzeugnisse fertig sind, sondern dass wir uns auf den Bachelor zurückmelden sollen, den wir später auf den Master umschreiben lassen können. Etwas in dieser Richtung hatte der Chef des Studentensekretariats ja schon gesagt, jedoch klang es da noch mehr nach einem “es wäre möglich” und bestimmt nicht nach einem “geht eh nicht anders”.

Über die teilweise sehr seltsamen Vorgehensweisen in der Organisation wundere ich mich ja eigentlich schon nicht mehr, aber ich frage mich wiedermal, wieso solche Dinge vom WSI garnicht in unsere Richtung kommuniziert werden. Nur der Vollständigkeit halber mal eben ein paar Vorschläge, von denen ein einziger reichen würde, damit genug von uns von etwas Wind bekommen, so dass es weitererzählt wird:

  • eMail an alle Studenten über die WSI Accounts
  • Regelmäßig aktualisierte Seite auf der Homepage der Fakultät (mit RSS-Feed)
  • Bioinfo-Maillist der Fachschaft
  • Beitrag in unserem Forum
  • eMail an mich, damit ich hier einen Eintrag schreiben kann

Ich würde gerne verstehen, warum das eine so große Schwierigkeit ist. Ich ärgere mich nichtmal über die 10 Euro, die die verspätete Rückmeldung jetzt extra kostet, sondern vielmehr über das Gefühl, dass man als Student nachwievor irgendwie das fünfte Rad am Wagen ist. Jedenfalls fühlt es sich so an und ich weiß gerade nicht, wie ich das vor allem im Hinblick auf den Master finden soll.

Nachtrag (12. August):

Wie im Kommentar von Christian nachzulesen, ist die offizielle Empfehlung, dass wir uns als Bachelorstudenten zurückmelden.


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