Linux-FAQ
Da viele noch nie oder einfach nicht richtig mit Linux (bzw. Cygwin) gearbeitet haben und dadurch viele Fragen auftreten, wollen wir die häufigsten hier mal zusammentragen.
Wer fragen hat, zu denen hier noch keine Antwort zu finden ist, kann uns auch gerne eine eMail schicken!
Fragen
- Wie navigiere ich in der Konsole?
- Wieso geht diese Pfadangabe nicht…?
- Wie entpacke ich ein .tar.gz bzw. tar.bz2 Archiv?
- Wie finde ich meine Cygwin-Pfade und -Dateien unter Windows?
- Muss ich immer Dateinamen und Pfade komplett tippen?
- Wo sollen meine Dateien hin?
- Was bedeutet root?
Wie navigiere ich in der Konsole?
- ls
Zeigt den Verzeichnisinhalt an (”list“) - ls -la
Übersichtlicherer und detaillierterer Verzeichnisinhalt - cd
Verzeichnis wechseln (”change directory“) - cd ..
Ins Überverzeichnis wechseln
Wieso geht diese Pfadangabe nicht…?
Im Gegensatz zu Windows, ist unter Linux der Trenner für Verzeichnisse in Pfadangaben nicht der Backslash (\), sondern der ganz normale Slash (/). Der Befehl, um in das eigene Heimverzeichnis zu wechseln, wäre also: cd /home/deinname
Dabei ist noch zu beachten, dass Linux bei einem Pfad, der mit einem Slash beginnt, immer im Root, also der “Urwurzel” der Verzeichnisstruktur beginnt. Wenn man sich also in bereits in /home befindet, muss man nur noch cd deinname und nicht etwa cd /deinname machen, da er dann das Verzeichnis direkt in der ersten Verzeichnisebene suchen würde.
Wie entpacke ich ein .tar.gz bzw. .tar.bz2 Archiv?
Der Befehl dafür heißt passender Weise tar. Er erwartet einige Parameter, damit er weiß, was er tun soll. Um ein GZip-Archiv zu entpacken (.tar.gz) benutzt man einfach tar -xvzf datei.tar.gz, während man BZip2-Archive (.tar.bz2) mit tar -xvjf datei.tar.bz2 entpacken kann. Dabei landen dann alle Dateien und Verzeichnisse aus den Archiven im aktuellen Verzeichnis. Die Parameter kann man sich recht einfach merken: x steht für Extract (”auspacken”), f ist nötig, um die Datei (file) anzugeben, die ausgepackt werden soll, z steht für GZip und j für BZip2. Das v kann man sich eigentlich schenken, denn es steht für verbose und gibt bloß aus, was das Programm gerade tut.
Wie finde ich meine Cygwin-Pfade und -Dateien unter Windows?
Das Wurzelverzeichnis “Root” (/) in Cygwin entspricht dem Pfad, in den Cygwin unter Windows installiert wurde. Wenn Cygwin beispielsweise in C:\Programme\cygwin\ installiert wurde, so ist dies der Wurzelpfad. Dateien, die man nun beispielsweise in C:\Programme\cygwin\home\BENUTZERNAME\ speichert, kann man also unter Cygwin in /home/BENUTZERNAME/ wiederfinden!
Muss ich immer Dateinamen und Pfade komplett tippen?
Nein. Unter Linux kann man in der Konsole nahezu alles automatisch komplettieren lassen, indem man einfach auf die Tabulatortaste drückt. Damit kann man sowohl Befehle, als auch Pfade und Dateinamen komplettieren lassen. Dazu gibt man einfach den Anfang eines Befehls oder eines Dateinamen an und drückt Tab. Wenn dann nicht der komplette Befehl in der Eingabezeile steht, gibt es mehrere passende Möglichkeiten, die man sich anzeigen lassen kann, indem man zweimal auf den Tabulator drückt. Danach gibt man einfach ein Zeichen mehr ein und probiert es nochmal. Wenn man sich daran gewöhnt, kann man extram viel Zeit sparen.
Wo sollen meine Dateien hin?
/home/BENUTZERNAME/ ist der richtige Ort dafür. In den meisten anderen Ordnern direkt unter / befinden sich Dateien, die für die Funktion des Betriebssystems bzw. Cygwin wichtig sind. Unter Linux sind die meisten dieser Ordner auch nicht mit Lese- bzw. Schreibrechten für die allgemeinen Benutzer (sprich: alle außer der SuperUser (su) root) versehen.
Was bedeutet root?
Als root bezeichnet man beispielweise:
1. das Ursprungs-/Wurzelverzeichnis /
2. den SuperUser … den Gott des Systems! Root hat die Macht alles auf dem System zu verändern.
3. eine Wurzel
